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Andreas Müller wird Sprecher der Essener Wohlfahrtsverbände
Diakoniepfarrer übernimmt Sprecheramt vom Caritasdirektor
Diakoniepfarrer Andreas Müller ist neuer Sprecher der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Essen. Turnusgemäß übernahm der 57-jährige Theologe am 1. April das Amt von Caritasdirektor Dr. Björn Enno Hermans, der die Funktion in den vergangenen drei Jahren innehatte. Zum neuen stellvertretenden Sprecher wählte die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände Konrad Lischka, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Kreisgruppe Essen.
"Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und das mir entgegengebrachte Vertrauen", so Diakoniepfarrer Andreas Müller, der auch Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Essen ist. "Die Verbände der Wohlfahrtspflege sind für das soziale Miteinander in unserer Stadt von herausragender Bedeutung. Wir stehen für die Vielfalt der Überzeugungen und Gestaltungswünsche in einer pluralistischen Gesellschaft beim helfenden Handeln und den damit verbundenen sozialen Dienstleistungen", betont der Diakoniepfarrer.
"Als Sprecher der Wohlfahrtspflege sehe ich mich als verlässlichen Ansprechpartner für die vielfältigen Akteure und Kooperationspartner, mit denen wir zusammenarbeiten. Für die sozialen Probleme und Notlagen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger bieten wir ein großes Spektrum an sozialen Diensten, das vielen Menschen Unterstützung und Hilfe bietet", so der Theologe. Dabei ist es wichtig, immer den aktuellen Herausforderungen in unserer Stadt gerecht zu werden. Deshalb versuchen wir, das soziale Netz in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Stadt Essen stetig weiter zu entwickeln und gestalten die Stadtgesellschaft mit."
Rückblickend auf die letzten drei Jahre zieht Caritasdirektor Dr. Björn Hermans eine positive Bilanz: „Die Wohlfahrtspflege hat sich vielen Themen und gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer multikulturellen Gesellschaft gestellt. Die Unterbringung und Integration von Geflüchteten war und ist dabei sicherlich eine der größten Herausforderungen. Aber auch beim dringend notwendigen Kita-Ausbau und der Weiterentwicklung von Angeboten für ältere Menschen konnten wir als Wohlfahrtsverbände in einem intensiven Diskurs mit Politik und Verwaltung gemeinsam vieles in Bewegung setzen. Gleichwohl sind viele weitere gemeinsame Anstrengungen nötig. Ich schätze die Verbundenheit und die gemeinsamen Anstrengungen der Essener Wohlfahrtsverbände sehr und freue mich, ihr Sprecher gewesen zu sein “, Dr. Björn Enno Hermans.
Zur Essener Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände gehört neben der Diakonie auch die Arbeiterwohlfahrt, der Caritasverband, der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz und die Jüdische Kultusgemeinde Essen. Mehr als 25.000 Mitarbeitende und mehrere tausend engagierte ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger sind in etwa 500 Einrichtungen im gesamten Essener Stadtgebiet tätig.
Andreas Müller wurde am 26. Dezember 1961 in Wuppertal geboren und hat in Wuppertal, St. Louis (USA), Mainz und Hamburg Theologie studiert. Nach der Ordination übernahm er 1993 eine Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl.
Später war er Synodalbeauftragter für Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, arbeitete in Aufsichtsgremien mehrerer diakonischer Einrichtungen und als Aufsichtsratsvorsitzender der NeanderDiakonie. Seit Ende 2014 ist Andreas Müller Diakoniepfarrer des Kirchenkreises Essen und Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Essen.
Zur Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Essen:
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Essen sind unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur und eine Säule des Sozialstaats. Sie sind wertegebunden und repräsentieren ein breites Spektrum an humanitären, weltanschaulichen und religiösen Zielsetzungen. Die Vielfalt der Verbände garantiert dem Bürger die Wahlfreiheit, die die Sozialgesetzgebung ihm zusichert.
Die Wohlfahrtsverbände zeichnen sich durch ihre Gemeinnützigkeit, die Förderung ehrenamtlicher Mitarbeit und ihre hohe Fachlichkeit aus. Ihre sozialpolitische Verantwortung nehmen sie in ihrer anwaltschaftlichen Rolle für und mit Hilfsbedürftigen wahr.
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